Förderverein für existenzielle Psychotherapie
Förderverein für existenzielle Psychotherapie

Existenzielle Psychotherapie

Die Existenzielle Psychotherapie bricht öffentlich mit zahlreichen Prozeduren und Regeln, die von Freuds Schülern, z. T. bis heute, in die nächsten  Analytikergeneration perpetuiert wurden. Man erinnere sich, damals saß der Therapeut während der „Redekur“ zumeist schweigend am Kopfende der Couch, um am Ende der Sitzung eine kurze Deutung zu geben. – In den letzten 100 Jahren hat sich die Psychotherapie fortentwickelt und aufgefächert. Ob nun Freudianer, Jungianer, Therapien nach Adler, Wilhelm Reich oder Methoden der Humanistischen Psychologie, ob nun kassenüblich oder nicht. Die Existenzielle Psychotherapie kann all diese unterschiedlichen Richtungen unterstützen, indem sie ihnen einen modernen, philosophischen Unterbau und zusätzliche Therapiemethoden bietet. Dabei stellt sie den Menschen in den Mittelpunkt, den sie nicht in erster Linie als Patienten betrachtet, der von einem „gesunden Fachmann“ mit dem vornehmlichen Ziel behandelt wird, wieder zu funktionieren.

 

Die Entdeckung des Dritten Weges: Neben Psychiatrie und Psychoanalyse werden wir jetzt auch noch die Philosophie zum tieferen Verständnis des Klienten heranziehen können. Über Kierkegaard, Nietzsche, Schopenhauer, Sartre, Camus, Heidegger, Fromm und vielen anderen füllt der existenzielle Heiler seine existenzielle, therapeutische Palette.

 

Schon Sartre arbeitete in den Jahren 1940 an einer existenzialistischen Psychotherapie, zu einer Zeit, in der auch der Psychoanalytiker Rollo May in den USA zu publizieren begann. Er lehnte u.a.Freuds Konzept des Unbewussten ab, gibt der Traumdeutung eine moderne Dimension, wehrt sich dagegen, dass die Psychologie den Menschen verfehlen indem sie ihn mit Psychometrik und Statistik vermesse, hält die Übertragung für überbewertet und außerdem würden kosmische, religiöse, mystische, innere und äußere Räume zu wenig oder überhaupt nicht berücksichtigt.

Irvin Yalom begann nach dem Medizinstudium seine Weiterbildung in Psychiatrie und Psychoanalyse. In einem zweiten Anlauf lässt er sich zwei Jahre lang von Rollo May supervidieren, dessen Buch, „Existence“, ihn schon lange fasziniert hatte. Nach Psychiatrie und Psychoanalyse sieht er in der Philosophie die nächste große Kontribution und bezeichnet ihn als Dritten Weg. Neben seinen vielen populärwissenschaftlichen Bestsellern u.a. „Als Nietzsche weinte“, „Die rote Couch“, „Was Hemingway von Freud hätte lernen können“, schrieb der das Standard Lehrbuch „Existenzielle Psychotherapie“ und den Spielfilm „Anleitung zum Glück“.

 

In seinem Sinne berufen wir uns auf drei inspirierte therapeutische Grundsätze: Engagement, Offenheit, Gleichberechtigung. Weiterhin auf seine vier großen, existenziellen Themen: Tod, Freiheit, Isolation, Sinnlosigkeit plus der von Dr. Klaus vorgeschlagenen weiterführenden drei Themen: Liebe, Religiosität, Praxis der Existenziellen Psychotherapie.

 

Auf Initiative des Publizisten und Lehranalytikers Dr. med. Gröninger und mit Hilfe von Dr. med. Heinrich Klaus, der Heilpraktikerin Vera Griebert-Schröder und der Analytikerin Roswitha Schröter wurde 2015 der Förderverein Für Existenzielle Psychotherapie e.V. (FVEP) gegründet, welcher 2016 als gemeinnützig anerkannt wurde.

 

 

Die Vorsitzenden des FVEP

(von links  nach rechts)

Roswitha Schröter,
Psychologische Psychotherapeutin,
Psychoanalytikerin,
München

Dr. med. Heinrich Klaus
Arzt,
Verhaltenstherapeut, 
Buchautor,

München

Vera Griebert-Schröder
Heilpraktikerin, Traumatherapie,
Buchautorin
,

München

Initiator des Vereins
Dr. med. Siegfried. D. Gröninger
FA Psychosomatik u. Psychotherapie,
Psychoanalyse, Lehranalytiker
München

Beirat
Prof. Dr. Gina Kästele
Verhaltenstherapeutin,

Psychologin
München

Irvin und Marsha Yalom,

Ehrenmitglieder des FVEP e.V.

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